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Es ist die Serie, die die Welt des digitalen Marketings seit 4 Jahren in Atem hält. Wird Google die Drittanbieter-Cookies in Chrome wirklich abschaffen oder nicht?
Nach mehreren Verschiebungen hat Google im Juli 2024 einen Kurswechsel angekündigt: Statt einer autoritären Abschaffung wird Chrome eine "Wahl-Erfahrung" (User Choice) anbieten. Konkret wird ein Pop-up die Nutzer fragen, ob sie im Web verfolgt werden möchten oder nicht.
Täuschen Sie sich nicht: Das Ergebnis wird dasselbe sein. Wenn man sich anschaut, was mit dem iOS14.5-Update von Apple passiert ist (wo 90 % der Nutzer das Tracking ablehnen), kann man eine Massenaussterben der Drittanbieter-Daten auf Chrome bis 2026 vorhersagen.
Fügen Sie dazu Safari (das bereits alles blockiert) und Firefox hinzu, und die Feststellung ist eindeutig: Drittanbieter-Cookies sind als zuverlässiger Standard tot.
Bei A-Track bereiten wir unsere Partneragenturen auf dieses neue Paradigma vor. Es ist nicht das Ende des Trackings, sondern der Beginn einer neuen Ära, die auf First-Party-Daten und Server-Side basiert.
Drittanbieter-Cookies vs. First-Party: Die lebenswichtige Erinnerung
Um die Dringlichkeit zu verstehen, müssen die beiden unterschieden werden:
Drittanbieter-Cookie: Von einer externen Domain (z. B.: facebook.com oder criteo.com) auf der Website Ihres Kunden gesetzt. Es ermöglicht das Verfolgen des Nutzers von Website zu Website.
Status: Von Safari, Firefox blockiert und bald massiv auf Chrome abgelehnt.
Folge: Ende des klassischen "Retargeting" und der Affinitätszielgruppen.
First-Party-Cookie: Von der Website selbst gesetzt (z. B.: votreclient.ch). Es dient dazu, den Warenkorb, die Sprache oder die Besucher-ID zu speichern.
Status: Immer noch aktiv, aber seine Lebensdauer wird von den Browsern (ITP) begrenzt, wenn es nicht gesichert ist.
Die Auswirkungen auf die Kampagnen Ihrer Kunden
Wenn Ihre Agentur nicht handelt, steht Folgendes in Ihren Leistungsberichten für 2025 bevor:
Explosion der Akquisekosten (CPA): Ohne Drittanbieter-Cookies werden die "Lookalike"-Algorithmen (ähnliche Zielgruppe) von Facebook und Google kurzsichtig. Sie zielen weniger gut, daher kostet der Klick mehr.
Kaputte Attribution: Sie werden nicht mehr wissen, ob der Verkauf von der Werbung stammt, die Sie vor 3 Tagen auf YouTube gesehen haben, oder von dem Newsletter. Alles wird dem "Direct" oder "Brand Search" zugeordnet.
Ende des Cappings: Sie riskieren, derselben Person 50 Mal dieselbe Werbung zu zeigen, da Sie die Information "hat die Werbung bereits gesehen" nicht mehr speichern können.
Die Gewinnerstrategie: Kontrolle zurückgewinnen (Server-Side)
Die Antwort auf das Ende der Drittanbieter-Cookies ist nicht technologischer, sondern architektonischer Natur. Sie müssen Eigentümer der Daten werden.
Hier wird das Tracking Server-Side unverzichtbar.
1. Drittanbieter-Daten in First-Party-Daten umwandeln
Mit einer Server-Side-Infrastruktur (über Stape.io) setzen Sie die Cookies von Ihrer eigenen Subdomain (data.votreclient.ch) aus. Aus Sicht der Browser sind dies "hausgemachte" Cookies (First-Party). Sie sind daher erlaubt und ihre Lebensdauer wird verlängert.
2. Sammlung deklarativer Daten (E-Mail, Telefon)
Da wir den Nutzer nicht mehr über ein anonymes Cookie verfolgen können, müssen wir ihn über stabile Identifikatoren erkennen: die E-Mail oder das Telefon. Das ist die Rolle von Enhanced Conversions (Google) und CAPI (Facebook/LinkedIn).
Die Agentur von morgen berät ihren Kunden zur Sammlung von E-Mails (Lead Magnet, Newsletter), um diese Algorithmen zu füttern.
3. Google Privacy Sandbox: Die komplexe Alternative
Google entwickelt APIs (Topics, Protected Audience), um anonymes Targeting in Chrome zu ermöglichen. Es handelt sich um eine sehr komplexe Technologie, die automatisch von Google Ads verwaltet wird, aber eine strenge technische Implementierung auf der Website erfordert (die wir über GTM verwalten).
Der Schweizer Kontext: Eine Chance
In der Schweiz haben wir eine starke Datenschutzkultur (revDSG, Bankgeheimnis). Paradoxerweise ist das Ende der Drittanbieter-Cookies eine Chance. Es zwingt uns, sauberere, respektvollere und robustere Praktiken zu übernehmen.
Die Agenturen, die ihren Kunden sagen: "Wir haben den Markt antizipiert, wir gehen auf Server-Side, um Ihre Leistungen zu sichern", gewinnen enorme Glaubwürdigkeit im Vergleich zu denen, die die Veränderung erleiden.
Der Rat des A-Track-Experten
Warten Sie nicht, bis Chrome sein Wahl-Pop-up einführt. Safari macht bereits mehr als 50 % des mobilen Traffics in der Schweiz aus (iPhone). Ihre Kunden verlieren BEREITS die Hälfte ihrer Targeting-Fähigkeiten, wenn sie im klassischen Client-Side-Tracking sind. Die Migration zu Server-Side ist nicht für 2026, sondern um den heutigen iPhone-Traffic zurückzugewinnen.
Seien Sie die visionäre Agentur, nicht die überholte Agentur
Der Übergang zu First-Party-Daten ist das wichtigste digitale Projekt des Jahrzehnts. Stellen Sie sich nicht alleine der Herausforderung.
A-Track unterstützt Schweizer Agenturen beim Übergang zum Server-Side-Tracking.