Fallstudie Vaudvins.ch: Wie wir 30% "unsichtbare" Conversions in 90 Tagen zurückgewonnen haben

Veröffentlicht von Thomas dans la catégorie Praxisfälle Letzte Aktualisierung : 09.01.2026 à 12h28


Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung: Die Ergebnisse (90 Tage)

  • Gesamt gerettete Anfragen: 217'332 Hits (die blockiert oder eingeschränkt worden wären).

  • Verkaufsimpact: 30,7% der Käufe zurückgewonnen (AdBlocker + ITP).

  • Safari-Impact: 100% des Safari-Verkehrs geschützt gegen das Löschen von Cookies (ITP).


1. Der Kontext: Ein Premium-Markt dominiert von iPhone

Vaudvins.ch ist eine Referenz für den Online-Weinverkauf in der Schweiz. Wer in der Schweiz "Wein" sagt, spricht oft von einer kaufkräftigen Kundschaft. Und wer von Kaufkraft spricht, spricht... Apple.

Bei der Analyse ihres Verkehrs war das Ergebnis eindeutig: Ein erheblicher Teil der Besucher nutzt Safari (auf iPhone und Mac). Seit der Einführung der ITP (Intelligent Tracking Prevention) durch Apple ist Safari zum schlimmsten Albtraum der Marketer geworden: Die Tracking-Cookies werden nach 7 Tagen (manchmal sogar nach 24 Stunden) gelöscht.

Das Problem: Ein Kunde entdeckt am Montag einen Grand Cru in einer Facebook-Werbung. Er überlegt. Er kommt am Dienstag der nächsten Woche zurück, um zu kaufen.

  • Ohne Server-Side: Safari hat das Cookie gelöscht. Der Verkauf wird dem "Direkt" zugeordnet. Der ROAS von Facebook ist falsch.

  • Mit AdBlocker: Der Verkauf wird nicht einmal von Google Analytics erfasst.

Vaudvins.ch steuerte seine Kampagnen mit fragmentierten Daten.

2. Der Eingriff A-Track: Die "Black Box" öffnen

Um diesen Signalverlust zu bekämpfen, haben wir unsere proprietäre Server-Side Tracking-Infrastruktur implementiert. Anstatt den Browser des Kunden über das Schicksal der Daten entscheiden zu lassen, haben wir die Datenströme über einen sicheren Server (Proxy) geleitet, der von Vaudvins kontrolliert wird.

Hier ist, was die Daten über einen Zeitraum von 90 Tagen nach der Installation enthüllt haben.

3. Analyse der Ergebnisse: Die "verborgene Seite" der Leistung

Die folgenden Zahlen stammen direkt aus dem Vergleich zwischen dem "Client"-Stream (blockiert) und dem "Server"-Stream (wiederhergestellt).

Das ist die kritischste Statistik für den Umsatz. Bei dem Ereignis Purchase (Kauf) haben wir festgestellt:

  • 5,54% der Verkäufe wurden von AdBlockern (Werbeblockern) zurückgewonnen.

  • 25,20% der Verkäufe wurden von der Tracking Prevention (ITP Safari/Firefox) zurückgewonnen.

Der Business Insight: Ohne diesen Eingriff waren 30,7% der tatsächlichen Verkäufe entweder unsichtbar oder falsch zugeordnet in den Analysetools. Stellen Sie sich vor, Sie steuern Ihr Marketingbudget, während Sie 1 Verkauf von 3 ignorieren!

B. Safari: Die Rückgewinnung des mobilen Verkehrs

Der Bericht zeigt, dass 185'546 Anfragen vor den Tracking-Präventionsmechanismen "gerettet" wurden. Interessanterweise entspricht dies fast genau dem Gesamtvolumen des Safari-Verkehrs in diesem Zeitraum.

Das bedeutet, dass 100% der Safari-Nutzer zuvor in ihrem Tracking eingeschränkt waren (Cookies mit kurzer Lebensdauer). Dank Server-Side hat Vaudvins die Lebensdauer von Cookies (First-Party) auf mehrere Monate wiederhergestellt, was es endlich ermöglicht, den Customer Lifetime Value (LTV) seiner iPhone-Kunden genau zu messen.

C. Der "verstopfte" Conversion-Trichter

Der Datenverlust betraf nicht nur den endgültigen Kauf, sondern den gesamten Verlauf:

  • ViewCart (Warenkorb anzeigen): 31,79% der Daten wurden zurückgewonnen.

  • AddShippingInfo (Lieferung): Bis zu 100% Einfluss auf bestimmte Segmente.

Durch die Rückgewinnung dieser Zwischeninformationen kann Vaudvins nun viel größere und genauere Retargeting-Zielgruppen (Warenkorb abgebrochen) erstellen.

4. Einwilligungsmanagement: Die Realität des "Nein"

Die Einhaltung der revDSG erfordert die Achtung der Nutzerwahl. Auf Vaudvins.ch sind die Einwilligungsraten klar:

  • PageView: 37,8% Ablehnungen (Opt-out).

  • Purchase: 15,4% Ablehnungen.

Bitte beachten Sie, dass Käufer (Purchase) eher bereit sind, Cookies zu akzeptieren als einfache Besucher.

Die Stärke des erweiterten Modus: Dank der Implementierung des Google Consent Mode v2 über Server-Side verliert Vaudvins nicht vollständig diese 37% der "Ablehnenden" Besucher. Google Analytics 4 nutzt diese anonymisierten Signale, um das Verhalten der fehlenden Nutzer zu modellieren und die Lücken in den Akquisitionsberichten zu schließen.

Fazit: Lassen Sie nicht Apple über Ihren ROI entscheiden

Dieser Fall Vaudvins.ch ist repräsentativ für den Schweizer E-Commerce im Jahr 2026. Wenn Sie eine CSP+-Kundschaft (Apple-Nutzer) haben und kein Server-Side Tracking implementiert haben, sind Ihre Analytics-Berichte um 30% falsch.

Sie verlieren keine Verkäufe, aber Sie verlieren die Intelligenz, die es ermöglicht, neue zu generieren.

Möchten Sie wissen, wie viele Verkäufe Ihre Website in ihren Berichten "verpasst"?

Lassen Sie uns dasselbe Audit für Ihren E-Commerce durchführen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist "Stape.io"?

Stape ist ein spezialisierter Hosting-Anbieter für GTM Server-Side. Es wird oft Google Cloud (GCP) vorgezogen, da es günstiger, einfacher zu konfigurieren ist und spezifische Funktionen für Anonymisierung und Umgehung von Blockierungen bietet.

Was ist ein "Power-Up" Stape?

Dies sind zusätzliche Module, die von Stape angeboten werden, wie "Cookie Keeper" (zum Wiederherstellen von Marketing-Cookies) oder die Anonymisierung von IP-Adressen, die komplexe technische Aufgaben vereinfachen.

Wie lange dauert die Einhaltung und Installation von Server-Side?

Für eine Standardseite dauert es zwischen 3 und 7 Werktagen für das Audit, die Konfiguration, die Testphase (Abnahme) und die Inbetriebnahme.

Beschleunigt GTM Server die Website?

Ja, es reduziert die Skripte auf der Client-Seite, was zu schnelleren Ladezeiten und verbessertem SEO führt.

Ist es kompliziert, auf Server-Side zu migrieren?

Es erfordert eine ausgeprägte technische Expertise (DNS-Verwaltung, GTM-Konfiguration, API). Das ist das Kerngeschäft von Agenturen wie A-Track. Eine falsche Konfiguration kann zu einem vollständigen Datenverlust führen.

Erlaubt Server-Side alles zu verfolgen, auch ohne Zustimmung?

Technisch ja, aber rechtlich nein. Sie müssen die Wahl des Nutzers im Cookie-Banner respektieren, auch wenn Sie die technische Möglichkeit haben, dies zu umgehen. Server-Side dient der Datenqualität, nicht dem Gesetzesbruch.

Setzt das Server-Side Tracking meinen Server Sicherheitsrisiken aus?

Nein, wenn es richtig konfiguriert ist. Der GTM Server-Side Container läuft in einer isolierten Umgebung (Docker/Sandboxed). Er hat keinen direkten Zugriff auf Ihre Kundendatenbank oder Ihr Backoffice, sondern empfängt nur gefilterte HTTP-Anfragen.

Ist das Server-Side-Tracking nur für große Unternehmen reserviert?

Nein. Mit Lösungen wie Stape ist es auch für KMU zugänglich geworden. Es wird sogar empfohlen für jeden E-Commerce, der mehr als 20-30k CHF Jahresumsatz erzielt, um seine Daten zu sichern.