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Im Schweizer E-Commerce-Landschaft teilen sich zwei Giganten den Markt der KMU: Shopify (die All-in-One SaaS-Lösung) und WooCommerce (das Open-Source-Modul auf WordPress).
Für eine Webagentur erfordert das Tracking auf diesen beiden Plattformen zwei radikal unterschiedliche Ansätze. Was auf der einen funktioniert, funktioniert nicht auf der anderen.
Schlimmer noch, die jüngsten Updates von Shopify (Checkout Extensibility) haben jahrelange „Bastelei“ in der Datei checkout.liquid obsolet gemacht.
Bei A-Track migrieren wir jede Woche Schweizer Shops zum Server-Side. Hier ist unser technischer Vergleich und unsere Empfehlungen, um die Datensammlung nicht zu unterbrechen, egal welches CMS Ihr Kunde verwendet.
Shopify: Die verschlossene (aber robuste) Festung
Shopify ist eine geschlossene Umgebung. Das ist sicher, aber es erschwert die Arbeit der Dateningenieure.
Die große Veränderung: Checkout Extensibility
Wenn Sie Shopify Plus oder Standard-Shops verwalten, müssen Sie wissen, dass der Zugriff auf den Checkout-Code (checkout.liquid) verschwindet.
Das Problem: Man kann das GTM-Skript nicht mehr einfach in den Checkout-Code einfügen.
Die Lösung: Man muss die „Customer Events“ (benutzerdefinierte Pixel) oder Drittanbieter-Apps verwenden, die die API Sandbox von Shopify nutzen.
Der A-Track-Ansatz für Shopify
Um ein zuverlässiges Server-Side-Tracking auf Shopify einzurichten, verwenden wir die offizielle App „Stape Server-Side“ oder eine manuelle Konfiguration über Custom Pixels.
DataLayer Nativ: Die API von Shopify bietet jetzt standardisierte Ereignisse. Es ist nicht mehr nötig, einen DataLayer manuell zu codieren.
Webhook: Um 100% der Konversionen zu garantieren, konfigurieren wir manchmal Webhooks, die die Bestellung an den Stape-Server nach der Zahlung senden, unabhängig vom Browser des Nutzers.
Die Falle der URLs: Shopify verwendet eine sichere Sandbox-Domain für Drittanbieter-Skripte. Dies kann den Zugriff auf First-Party-Cookies blockieren, wenn es falsch konfiguriert ist.
WooCommerce: Die totale Freiheit (und das Risiko)
WooCommerce ist ein WordPress-Plugin. Sie haben Zugriff auf den gesamten PHP-Code. Es ist das Paradies für Entwickler, aber die Hölle der Wartung.
Der A-Track-Ansatz für WooCommerce
Hier ist kein teures Abonnement erforderlich. Die Lösung basiert auf einem kostenlosen, aber leistungsstarken Plugin: GTM4WP (Google Tag Manager für WordPress).
Die GTM4WP-Integration: Es ist der Branchenstandard. Es injiziert einen perfekten DataLayer für E-Commerce GA4 (Artikel, Wert, Währung, Steuer) ohne Codierung.
Der Server-Side: Wir konfigurieren GTM, um die Daten an Ihren Server-Container (Stape) zu senden.
Das Risiko eines Konflikts: Achtung vor Cache-Plugins (WP Rocket) oder JS-Optimierungs-Plugins, die die Ladeordnung des DataLayer „zerstören“ können. Bei A-Track prüfen wir immer die Kompatibilität der Plugins.
Der Schweizer Albtraum: Die Zahlungsanbieter (Twint, PostFinance)
Das ist das gemeinsame Problem beider CMS und die Hauptursache für Tracking-Verluste in der Schweiz.
Wenn der Kunde die Seite verlässt, um über die Twint-App oder PostFinance zu bezahlen, kehrt er nicht immer auf die „Danke“-Seite der Website zurück.
Ergebnis: Das Geld wird kassiert, aber GA4 und Facebook sehen keinen Verkauf.
Auf Shopify: Es ist komplex. Man muss Serverbenachrichtigungen (Webhooks) verwenden, um den Verkauf nachträglich zu validieren.
Auf WooCommerce: Einige Zahlungs-Plugins (wie die von Wallee oder Saferpay) bieten eine Option „Daten an GA4 serverseitig senden“. Andernfalls müssen wir es maßgeschneidert codieren.
Technischer Vergleich für Agenturen
Kriterium | WooCommerce | |
Installationsfreundlichkeit | Mittel (App Stape empfohlen) | Einfach (Plugin GTM4WP) |
Wartungskosten | Niedrig (verwaltetes SaaS) | Hoch (Plugin-Updates) |
Flexibilität DataLayer | Begrenzt (Standard Shopify) | Vollständig (modifizierbarer PHP-Code) |
Einwilligungsmanagement | Über App (Cookie-Script App) | Über WP-Plugin |
Häufiges Problem | Checkout Extensibility (blockierte Skripte) | Cache-/Plugin-Konflikte |
Der Rat des A-Track-Experten
Wenn Ihr Kunde auf Shopify ist, hören Sie auf, zu versuchen, Ihre GTM-Skripte „auf die alte Art“ im Theme zu platzieren. Migrieren Sie zu den Custom Pixels (benutzerdefinierte Pixel) in den Einstellungen. Das ist die einzige nachhaltige Methode, um den Checkout zu verfolgen, ohne durch die Sicherheitsupdates von Shopify im Jahr 2025 blockiert zu werden.
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