Google Consent Mode v2: Warum Ihre Remarketing-Zielgruppen leer sind (und wie Sie das beheben können)

Veröffentlicht von Thomas dans la catégorie Konformität Letzte Aktualisierung : 09.01.2026 à 12h28


Inhaltsverzeichnis

Seit März 2024 weht ein Hauch der Panik still über die Google Ads-Konten von Schweizer Unternehmen. Die CPA (Kosten pro Akquisition) steigen, und die Zielgruppenlisten für Remarketing trocknen aus.

Der Grund ist nicht eine schlechte Kampagnenverwaltung durch Ihre Agentur. Der Grund ist technischer Natur: das Fehlen des Google Consent Mode v2.

Bei A-Track stellen wir fest, dass 60% der Websites in der Romandie diese obligatorische Aktualisierung noch nicht vorgenommen haben. Ergebnis? Google betrachtet sie als nicht konform und schränkt deren Daten ein.

Hier ist der endgültige Leitfaden, um zu verstehen, zu implementieren und Ihre Werbeleistung mit dem Consent Mode v2 zu retten, während Sie die revDSG einhalten.

Der Consent Mode ist kein "Cookie-Banner". Es ist ein Kommunikationsmechanismus zwischen Ihrem Banner (CMP) und den Google-Tags (Analytics, Ads, Floodlight).

Er fügt zwei neue Signale (Parameter) hinzu, die an Google gesendet werden:

  1. ad_user_data: Stimmt der Benutzer zu, dass seine Daten zu Werbezwecken an Google gesendet werden?

  2. ad_personalization: Stimmt der Benutzer dem Remarketing (personalisierte Werbung) zu?

Ohne diese expliziten Signale, die auf "GRANTED" eingestellt sind, betrachtet Google standardmäßig dies als Ablehnung.

Die konkreten Auswirkungen für Agenturen und Werbetreibende

Wenn Sie es nicht aktivieren, passiert Folgendes technisch in Ihren Konten:

  • Stopp des Remarketing: Sie können die Besucher Ihrer Website (oder die "abgebrochenen Warenkörbe") nicht mehr auf Google Ads, YouTube und Gmail ansprechen.

  • Verminderte Conversion-Tracking: Google verliert die Spur der Conversions nach dem Klick, wodurch das Smart Bidding (automatische Gebote) blind wird.

  • Einnahmeverluste: Weniger Daten = weniger leistungsfähige Algorithmen = ROAS im freien Fall.

Basic vs Advanced: Welche Strategie für die Schweiz wählen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Consent Mode zu implementieren. Die Wahl hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer Interpretation der revDSG/RGPD ab.

1. Der "Basic"-Modus (Maximale Rechtssicherheit)

Dies ist der strenge Modus.

  • Funktionsweise: Die Google-Tags sind vollständig blockiert, solange der Benutzer nicht auf "Akzeptieren" klickt.

  • Vorteil: 100% konform mit RGPD und revDSG.

  • Nachteile: Sie verlieren 100% der Daten von Benutzern, die ablehnen oder das Banner ignorieren.

2. Der "Advanced"-Modus (Maximale Leistung - Empfohlen von A-Track)

Dies ist der hybride Modus, der Ihre Statistiken rettet.

  • Funktionsweise: Die Google-Tags werden vor der Zustimmung geladen, senden jedoch anonymisierte Daten (Pings ohne Cookies).

  • Die Magie (Modellierung): Dank dieser "Pings" nutzt Google KI, um fehlende Conversions zu modellieren. Sie erhalten etwa 70% der in Ihren Berichten verlorenen Conversions zurück.

  • Konformität: Google stellt sicher, dass keine personenbezogenen Daten ohne Zustimmung gespeichert werden. Dies ist ein akzeptabler Kompromiss für die Mehrheit der Schweizer Unternehmen, die Leistung suchen.

Bitten Sie Ihren Entwickler nicht, dies "hart" zu codieren. Es ist zu komplex zu warten. Verwenden Sie GTM.

Schritt 1: Wählen Sie eine CMP Zertifizierte Google Partner Google verlangt die Verwendung einer CMP, die zertifiziert ist. Bei A-Track empfehlen wir Cookie-Script für seine native Integration und die kontrollierten Kosten für Schweizer KMU.

Schritt 2: Aktivierung in GTM

  1. Aktivieren Sie in GTM die "Einwilligungsübersicht" in den Einstellungen des Containers.

  2. Verwenden Sie die Vorlage für das Tag "Cookie-Script CMP".

  3. Aktivieren Sie das Kästchen "Google Consent Mode v2 aktivieren".

  4. Stellen Sie die Standardeinstellungen ein (normalerweise denied für alle Regionen oder granted standardmäßig, wenn Sie sich für einen revDSG-ansatz außerhalb der EU entscheiden, obwohl dies riskant ist).

Schritt 3: Aktualisierung der Tags Sie müssen jedes Tag von Google Ads nicht ändern. Sie erkennen automatisch den Consent Mode. Für Drittanbieter-Tags (Facebook CAPI, LinkedIn) sind jedoch zusätzliche Konfigurationen über das DataLayer erforderlich, um die Benutzerwahl zu respektieren.

Der Rat des A-Track-Experten

Seien Sie vorsichtig bei falschen Positiven. Wir sehen oft Konfigurationen, bei denen der Consent Mode im Plugin 'aktiviert' ist, die Tags jedoch weiterhin illegal vor der Zustimmung ausgelöst werden. Verwenden Sie den 'Tag Assistant' von Google oder die Entwicklertools (Netzwerk-Tab), um das Vorhandensein der Parameter gcs und gcd zu überprüfen.

Ist Ihre Agentur bereit für das "Privacy-First"-Zeitalter?

Wenn Ihre Kunden sich über sinkende Google Ads-Ergebnisse beschweren, liegt das Problem wahrscheinlich hier. Lassen Sie es nicht schleifen.

Bei A-Track konfigurieren wir den Google Consent Mode v2 und prüfen Ihre Konformität in weniger als 48 Stunden.

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Häufig gestellte Fragen

Ist es obligatorisch, wenn ich nur die Schweiz anspreche?

Wenn Sie Google Ads verwenden, ja. Google wendet diese Regel global an, um sich rechtlich abzusichern (Digital Markets Act). Selbst für ein Waadtländer Kleinunternehmen, das nur lokal verkauft, werden die Ads-Leistungen ohne Consent Mode eingeschränkt.

Werde ich Daten verlieren, wenn ich es aktiviere?

Im Gegenteil. Wenn Sie nichts tun, verlieren Sie die Zielgruppen. Wenn Sie es aktivieren (insbesondere im erweiterten Modus), ermöglichen Sie Google, die Daten von Nutzern zu modellieren, die Cookies ablehnen. Das ist ein netter Gewinn an Sichtbarkeit.

Ersetzt das das Server-Side Tracking?

Nein, es ist ergänzend. Der Consent Mode verwaltet die rechtliche Genehmigung. Das Server-Side verwaltet die technische Übertragung und das Umgehen von AdBlockern. Die Kombination "Consent Mode + Server-Side" ist die ultimative Architektur für 2025.